Halsschmerzen behandeln: Vorsicht bei Nasenspray

Vorsicht bei Nasenspray – Besonders in der Erkältungszeit möchte man nicht lange nachdenken, welche Hausmittel und Heilmittel schnelle Linderung verschaffen. Vor allem dann, wenn man leistungsfähig bleiben muss und sich keine Auszeit genehmigen kann, ist der Griff zu Medikamenten schnell getan. Doch nicht nur Schmerzmittel, sondern auch andere, harmlos erscheinende Arzneimittel, sind mit Vorsicht anzuwenden. Das beliebte Nasenspray beispielsweise lässt den Anwender zwar sofort durchatmen, kann aber bei längerer Anwendungsdauer abhängig machen.

Was sind Nasensprays?




Bei Allergien und Infektionen verstärkt der Körper die Absonderung von Sekret der Nasen- und Rachenschleimhäute. Dabei schwillt das Gewebe an, sodass sich die Atemwege verengen. Hier kommen abschwellende Sprays mit Wirkstoffen wie beispielsweise Xylometazolin oder Oxymetazolinzum zum Einsatz. Die Medikamente sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße in der Schleimhaut verengen und das Gewebe abschwillt. Sekret kann leichter abfließen und der Patient befreit atmen.

Halsschmerzen behandeln: Vorsicht bei Nasenspray

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Welchen Nutzen bringen Nasensprays bei Halsschmerzen?

Nasensprays helfen indirekt auch bei Halsschmerzen, indem sie entzündete Schleimhäute im Nasenrachenraum zum Abschwellen bringen. Dadurch wird die Nasenatmung sehr schnell verbessert, sodass der Patient deutliche Erleichterung verspürt. Darüber hinaus schont die Atmung durch die Nase jedoch auch die Schleimhäute im Hals, da die Atemluft in der Nase erwärmt und angefeuchtet wird. Nasensprays können daher durchaus bei der Heilung von Hals- und Racheninfektionen hilfreich sein.

Nasenspray richtig anwenden

Zuerst sollten Sie ohne Kraftaufwand die Nase putzen, damit die Schleimhäute von Sekret befreit werden und das Medikament möglichst tief in die Nase eindringen kann. Nehmen Sie die Schutzkappe vom Sprühkopf und führen Sie diesen in ein Nasenloch ein. Beim Sprühen sollten Sie durch die Nase einatmen, damit das Spray besser in den Nasenraum hinein transportiert wird. Bei den meisten Sprays genügt ein Sprühstoß, sofern der Arzt Ihnen keine andere Anweisung gegeben hat. Wiederholen Sie den Vorgang beim anderen Nasenloch und reinigen Sie anschließend den Sprühkopf, bevor Sie die Schutzkappe wieder aufsetzen.

Nasenspray kann abhängig machen

Dass abschwellende Nasensprays rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, bedeutet nicht, dass ihre Anwendung ohne jegliche Nebenwirkungen ist. Ohne ausdrückliche ärztliche Anweisung sollten Sie Nasenspray niemals länger als eine Woche am Stück und maximal drei Mal täglich anwenden. Bei übermäßigem Gebrauch führt das Medikament zur Austrocknung des Naseninneren. Dies kann in einer dauerhaft verstopften Nase durch anhaltend geschwollene Nasenschleimhäute resultieren, sodass der Patient von abschwellenden Substanzen abhängig wird.


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