Halsschmerzen als Anzeichen einer HIV-Infektion

Es kratzt und brennt im Hals und Sie ahnen, dass Ihnen mal wieder eine Erkältung oder Grippe bevorsteht? In den meisten Fällen steckt hinter Halsschmerzen ein einfacher viraler Infekt, wie er die meisten Menschen ein bis zwei Mal im Jahr trifft. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber plagen uns dann zwar einige Zeit, sind aber auch bald wieder vergessen. Grippesymptome, die vier bis sechs Wochen anhalten, können allerdings auch auf eine Infektion mit HIV hindeuten.

Was ist HIV?
Das humane Immundefizienz Virus, kurz HIV, ist der Erreger der Immunschwächekrankheit Aids (Acquired immune deficiency syndrome, deutsch: erworbenes Immundefektsyndrom). Diese Immunschwächekrankheit, durch die sich der Körper nicht mehr gegen Krankheitserreger wehren kann, wurde Anfang der achtziger Jahre bekannt und ist eine gefährliche übertragbare Infektionskrankheit. Bislang kann Aids nicht geheilt werden.

HIV & HalsschmerzenAnders als mit einer Erkältung kann man sich mit dem HI-Virus nicht über eine Tröpfcheninfektion anstecken. Berührungen oder beispielsweise das benutzen derselben Toilette, die ein HIV-Patient benutzt hat, sind somit unbedenklich. Das Virus ist eher schwer übertragbar, befindet sich aber in besonders hoher Konzentration in Blut und Sperma infizierter Personen. Heutzutage wird es daher in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

In welcher Verbindung stehen Halsschmerzen und eine HIV-Infektion?




Zwischen 40% und 90% aller HIV-Neuinfektionen verursachen vorübergehend Symptome wie Fieber, Schwellungen der Lymphknoten und allgemeine Abgeschlagenheit. Auch eine Rachenentzündung (Pharyngitis) zählt mit einer Häufigkeit von rund 70% zu den typischen Anzeichen für eine HIV-Infektion.

Natürlich müssen Sie nun nicht jedes Mal, wenn Sie die Symptome einer beginnenden Grippe oder Erkältung verspüren, eine HIV-Infektion befürchten. Wenn Sie jedoch unspezifische Symptome bemerken und sich zudem beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit dem HI-Virus infiziert haben könnten, sollten Sie einen HIV-Test in Erwägung ziehen. Sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens darüber oder wenden Sie sich direkt an das Gesundheitsamt.

Sollten Sie sich tatsächlich angesteckt haben, ist es möglich, die Anzahl der Viren durch den frühen Beginn einer antiretroviralen Therapie (ART) gering zuhalten, sodass der Ausbruch von AIDS mehrere Jahrzehnte in die Zukunft geschoben werden kann. Dazu müssen die antiretroviralen Medikamente allerdings lebenslang eingenommen werden.


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