Mykose im Rachenraum

Pilzinfektionen (Mykosen) sind unangenehmen, treffen jedoch viele Menschen früher oder später einmal. Aber wussten Sie, dass solche Infektionen auch im Mund- und Rachenraum (Soor) auftreten können? Meistens handelt es sich bei den Erregern um Hefepilze der Gattung Candida albicans, die in sehr geringem Anteil ständig im Körper und auf unseren Schleimhäuten vorhanden sind. Unter bestimmten Bedingungen kann es jedoch zu einer übermäßigen Vermehrung der Hefepilze und damit zur Entzündung der Haut oder Schleimhaut kommen.

Wie erkennt man eine Pilzinfektion?
Jucken, Brennen und schmerzhafte Entzündungen der Schleimhäute von Mund und Rachen sowie weiße oder gelbliche Beläge deuten auf eine Infektion mit Hefepilzen hin. Lassen sich die Beläge von der Haut abwischen, kann diese sogar leicht bluten. Weiterlesen

Halsschmerzen – Lungenentzündung (Pneumonie)

Harmlose Erkältungen treffen fast jeden. Kritisch wird es jedoch dann, wenn es nicht bei Schnupfen, Husten und Halsschmerzen bleibt, weil sich die Krankheitserreger bis in die Lunge ausbreiten. Die Lungenentzündung (Pneumonie) zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Dennoch wird sie vielfach unterschätzt oder gar nicht erst erkannt, da viele Patienten keine der typischen Symptome zeigen. Dabei kann eine Pneumonie unbehandelt schnell lebensbedrohlich werden.

Auslöser einer Lungenentzündung
In 70% aller Fälle wird eine Lungenentzündung durch Pneumokokken, eine Bakterienart, ausgelöst. Jedoch können auch Viren oder Pilze zu einer Lungenentzündung führen. Je nach Erreger unterscheiden sich die typischen Symptome Weiterlesen

Durch welche Erreger werden Halsschmerzen hervorgerufen?

Als mögliche Ursachen der Halsschmerzen kommen verschiedene Krankheitserreger in Frage. Dazu gehören Bakterien, Viren aber auch Pilze können hier unangenehme Entzündungen mit Schmerzen verursachen. Alle drei möglichen Erregerarten müssen aber auf unterschiedlichste Weise therapiert werden, da sie verschiedene Eigenschaften aufweisen und nicht gleich auf die zur Verfügung stehenden Medikamente reagieren.
Haben sich krankmachende Bakterien in die Schleimhaut des Rachens eingenistet und weiter vermehrt, hilft nur ein Antibiotikum auf ärztlicher Anordnung. Bakterien haben aufgrund ihrer ausgeprägten Lebensweise, Stoffwechsels und Aufbau die Möglichkeit sich ohne weitere Hilfe fortzupflanzen.

Im Allgemeinen gibt es zwei Zellwandvarianten bei den Bakterien, die aus unterschiedlichen Molekülen zusammengesetzt sind. Sie unterscheiden sich sowohl in der Dicke als auch in der Anfärbbarkeit durch Farbstoffe, die man auch beim Mikroskopieren verwendet.

Man unterscheidet:

  • gramnegative Bakterien (rot gefärbt)
  • grampositive Bakterien  (blau gefärbt)

Zudem unterscheidet man die Bakterien nach ihrem Verhalten gegenüber Luftsauerstoff:

  • Aerobier (brauchen Sauerstoff)
    → obligate Aerobier (brauchen unbedingt Sauerstoff, z. B. Tuberkelbakterien)
    → fakultative Aerobier (können notfalls auch ohne Sauerstoff leben)
  • Anaerobier (brauchen keinen Sauerstoff)
    → obligate Anaerobier ( sterben durch Sauerstoff ab, z. B. Tetanuserreger)
    → fakultative Anaerobier ( können notfalls auch mit  Sauerstoff überleben )

Um weiter zu existieren und um sich vermehren zu können benötigen Bakterien Nährstoffe wie Eiweiß, Wasser, Zucker, Mineralstoffe und auch Fette. Diese Nährstoffe sind je nach Bakterienart unterschiedlich. Ebenso ist ein optimaler pH-Wert (Säuregehalt) für die Fortpflanzung wichtig. Sind diese Lebensbedingungen nicht vorhanden, so drohen sie abzusterben. Um solche „schlechte Zeiten“ zu überstehen, wandeln sich manche Bakterien in eine anspruchslose Dauerform um: diese heißt Spore. Unter diesen Umständen ist das Bakterium allerdings nicht mehr in der Lage sich weiter zu teilen.

Sind die Halsschmerzen eine Folge von Viren kann man nicht allzu viel gegen diese extrem kleinen Mikroorganismen tun. Im Gegensatz zu den Bakterien sind die Viren für ihre Vermehrung auf fremde Zellen angewiesen, denn sie selbst sind keine Zellen und besitzen auch keinen eigenen Stoffwechsel. Um sich vermehren zu können, müssen die Viren fremde Zellen befallen und diese dazu bringen, Viren herzustellen. Durch diesen Virusbefall geht daher die befallene Zelle (Wirtszelle) immer zu Grunde. Daher werden sie auch gerne Zellparasiten genannt. Jedes einzelne Virus ist auf bestimmte fremde Zellen festgelegt und auch nur diese befallen. Auf Grund dessen kann man Viren nicht mit Antibiotika behandeln, da diese Arzneimittel speziell auf Bakterien und ihren Stoffwechsel abgestimmt sind.
Arzneimittel gegen Virusinfektionen nennt man Virusstatika, diese werden aber in der Regel nicht bei viral bedingten Halsschmerzen eingesetzt. Hierbei reichen in der Regel systemische (Tabletten) und lokal wirksame (Lutschtabletten oder Rachensprays) Antiphlogistika.

Eher selten sind Halsschmerzen Folge einer Pilzerkrankungen (Mykose) auf. Pilze sind Einzeller, die oft große Zellverbände bilden, in denen die einzelnen Zellen unterschiedliche Formen und auch Aufgaben übernehmen. So ein großer Zellverband heißt Myzel oder Fruchtkörper und ist auf einem entsprechenden Nährboden als große Pilzkultur zu sehen. Die Mykosen werden durch die Sporenbildung der Pilze hervorgerufen. Dies geschieht am besten bei optimalen Bedingungen, wie Wärme, Feuchtigkeit und reichlich Zucker.

Auch hier sind Antibiotika unwirksam, da sich Bakterien und Pilze sowohl im Stoffwechsel als auch im Zellwandaufbau unterscheiden. Dagegen werden bei Mykosen Arzneimittel eingesetzt, welche Antimykotika heißen.