Halsschmerzen mit Komplikationen: Mandelabszess

Der Mandelabszess oder Peritonsillaraszess ist eine Folgeerkrankung beziehungsweise Komplikation, die in Zusammenhang mit einer Mandelentzündung auftreten kann – meist infolge unzureichender oder fehlender Behandlung. Dabei entzündet sich nicht nur die Mandel, sondern auch das umgebende Gewebe. Der Auslöser für diese Krankheit sind Streptokokken (Bakterien). Zunehmende starke Schmerzen im gesamten Rachenraum, die auch zum Ohr hin ausstrahlen, sind ein typisches Symptom des Peritonsillarabszesses. Das Schlucken ist erschwert, auch das Öffnen des Kiefers kann Probleme bereiten. Darüber hinaus entsteht durch den Eiter, der sich im betroffenen Bereich bildet, starker Mundgeruch. In sehr seltenen Fällen kann es aufgrund der fortgeschrittenen Entzündung auch zu einer Blutvergiftung kommen.

Halsschmerzen mit Komplikationen: Mandelabszess

Mandelabszess? Fotolia © SENTELLO

Häufig ähneln die ersten Symptome stark denen einer harmlosen Erkältungskrankheit, sodass viele Patienten auf Verdacht die vermeintliche Erkältung mit Hausmitteln behandeln. Ein Mandelabszess lässt sich jedoch auf diese Weise nicht lindern. Fortschreitende und anhaltende Beschwerden sind ein deutliches Signal, die Eigendiagnose infrage zu stellen und einen Arzt aufzusuchen. Dabei ist zu beachten, dass die Krankheit sich umso besser behandeln lässt, je früher man sich in die Hände eines Mediziners begibt.



Wird ein Abszess diagnostiziert, lässt sich eine Operation normalerweise nicht umgehen. Ziel dabei ist es, den Eiter abzusaugen kann und so die ausufernde Entzündung zu unterbinden. Je nach Schwere der Entzündung müssen in einigen Fällen auch die Mandeln mit entfernt werden. Zusätzlich werden Antibiotika eingesetzt, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Anschließend müssen sich die Patienten oftmals einige Wochen lang erholen, bis sie wieder voll bei Kräften sind.


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