Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)

Zwar sind Halsschmerzen in den meisten Fällen vollkommen harmlos, doch leider ist dies nicht immer der Fall. Im Falle einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus beispielsweise kündigen Halsschmerzen ein beginnendes Pfeiffersches Drüsenfieber an, das auch als Kusskrankheit bekannt ist, weil es häufig Jugendliche betrifft. Anstecken kann man sich über eine Tröpfchen– oder Schmierinfektion. Das bedeutet, dass das Virus über Körperflüssigkeit, z.B. beim Niesen übertragen wird. Da die Inkubationszeit, also der Zeitraum der zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit vergeht, sehr lang sein kann, ist in vielen Fällen nicht mehr nachvollziehbar, wann und wo man sich infiziert hat.

Leider ist das Pfeiffersche Drüsenfieber leicht mit anderen Erkrankungen zu verwechseln. Da sie mit grippeähnlichen Symptomen, wie Kopf– und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hohem Fieber und Abgeschlagenheit beginnt, wird die Krankheit häufig erst spät erkannt. Da auch Mandeln und Lymphknoten anschwellen wird die Mononukleose in vielen Fällen mit einer Mandelentzündung verwechselt. Eine eindeutige Identifizierung des Virus ist daher oftmals nur durch eine Blutuntersuchung möglich.

Wie auch bei anderen Virusinfektion kann das Pfeiffersche Drüsenfieber nur durch Schonung und Linderung der Symptome behandelt werden. Fiebersenkende Medikamente und Schmerzmittel erleichtern den Patienten die Erholung. Anstrengungen sind absolut tabu, da im Falle einer Verschleppung der Krankheit ernsthafte Komplikationen wie etwa eine Herzmuskelentzündung drohen. Ist die Krankheit jedoch endlich überstanden, bildet der Körper eine lebenslange Immunität gegen das Virus.