Mumps (Parotitis epidemica)

Mumps (Parotitis epidemica) ist eine durch Viren verursachte Infektion, die die Ohrspeicheldrüsen betrifft. Erste Symptome sind Schluckbeschwerden, Halsschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl. Die Entzündung der Speicheldrüsen lässt die Wangen anschwellen, sodass die für diese Krankheit typischen „Hamsterbacken“ entstehen. Das Öffnen des Mundes ist schmerzhaft. Hinzu kommt meist hohes Fieber.

Mumps ist hochansteckend. Übertragen werden die Viren über eine Tröpfcheninfektion. Nach überstandener Erkrankung bildet das Immunsystem einen lebenslangen Schutz gegen die Viren aus. Dennoch sollte man Mumps nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn mögliche – wenn auch seltene – Komplikationen sind Entzündungen der Hirnhaut und ein Übergreifen auf die Ohren. Da die Erkrankung im schlimmsten Fall Schwerhörigkeit und Taubheit zur Folge haben kann, ist ein Hörtest nach der Genesung ratsam.

Für Kinder ist Mumps glücklicherweise zumeist harmlos, da die Erkrankung ohne Komplikationen ausheilt. Für Jugendliche und Erwachsenen kann die Virusinfektion jedoch neben den oben beschriebenen Komplikationen ernste Folgen haben. Obwohl sie zu den Kinderkrankheiten gezählt wird, ist es möglich, dass die Infektion bei jugendlichen Patienten auf Eierstöcke oder Hoden übergreift und Unfruchtbarkeit verursacht. Darüber hinaus ist eine Mumps-Infektion in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft enorm gefährlich für das ungeborene Kind. Fehlbildungen, die durch die Viren verursacht werden, sind jedoch nicht bekannt.