Diphtherie

Diphtherie zählt zu den gefährlichen bakteriellen Infektionskrankheiten. Die meisten Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden schon im Kindesalter geimpft. In seltenen Fällen gibt es aber auch heute noch Ausbrüche von Diphtherie, die durch eine Tröpfcheninfektion mit dem Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst wird.

Außer Halsschmerzen zählen Krankheitsgefühl, Fieber und Kopfschmerzen zu den Symptomen der Krankheit. Der Hals schwillt dabei an und auf den Mandeln bildet sich ein grau-gelblicher Belag, der sich im gesamten Rachenraum ausbreiten und süßlich-faulen Geruch verursachen kann. Zu den gefährlichsten Komplikationen zählt die Ausbreitung der Infektion auf den Kehlkopf, da dies zum Erstickungstod führen kann.

Wird die Diphtherie nicht behandelt, kann es zu schweren Folgeschäden im gesamten Organismus und zum Tod kommen, denn das Bakterium produziert ein Bakterientoxin (Gift), das unter anderem eine Entzündung des Herzmuskels (Myocarditis) verursachen kann. Darüber hinaus kann auch eine Schädigungen des Nervensystems eintreten, die Lähmungen im Kopf- und Halsbereich führen kann. Bei Verdacht auf Diphtherie werden Patienten daher stationär im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt.