Schluckbeschwerden: Die vielfältigen Ursachen von Schluckstörungen

Kennen Sie den berühmten Frosch im Hals? Das Gefühl, dass die Kehle wie zugeschnürt ist, Essen schmerzhaft und die Atmung erschwert ist? Schluckbeschwerden im Gaumen-, Rachen- und Kehlkopfbereich kommen nicht selten vor. Häufig ist es aber gar nicht so einfach, die richtige Diagnose zu finden.

In zahlreichen Fällen ist die Ursache von Schluckbeschwerden eine Entzündung. Dahinter können Viren stecken, aber auch eine Pilzinfektion. Pilze erkennt man an weißlichen, nicht abwischbaren Belägen der Mundschleimhaut. Sie können mit einem Antimykotikum behandelt werden. Einseitige starke Schluckbeschwerden, Fieber, Schwäche und Atemnot können hingegen auf einen Mandelabszess hindeuten. Dieser muss in der Regel operativ entfernt werden.

Eine nichtinfektiöse Ursache von Schluckbeschwerden ist beispielsweise das Zenker Divertikel, eine Ausstülpung der äußeren Schleimhaut im unteren Schlund oberhalb der Speiseröhre. Es tritt meist bei älteren Männern auf. Im Verlauf der Erkrankung vergrößert sich das Zenker Divertikel und behindert das Schlucken. Dabei kann es zu einer Aufnahme von Speisebrei kommen, was zu schwerwiegenden Entzündungen führen kann.

In selteneren Fällen stecken Knochensporne der Halswirbelsäule hinter Schluckbewerden. Solche Sporne bilden sich infolge einer Verschleißerscheinung der Halswirbelsäule. Häufig kommt es dabei neben Schluckbeschwerden auch zu Gesichts-, Hals- oder Kieferschmerzen – je nach dem, ob und welche Nerven irritiert werden.

Manchmal behindern auch Krebserkrankungen (Mandel-Karzinome, Tumoren im unteren Rachenbereich oder Kehlkopfkrebs) das Schlucken. Dabei ist Kehlkopfkrebs der häufigste Tumor in diesem Bereich. Er tritt vor allem bei Männern über 60 Jahren auf. Der Konsum von Alkohol und Tabak begünstigt die Erkrankung. Schluckbeschwerden treten in der Regel erst im fortgeschrittenen Stadium auf, häufig zusammen mit unerklärlichen Halsschmerzen, Heiserkeit und Fremdkörpergefühl im Rachen.