Halsschmerzen und Heiserkeit

Häufig sind Halsschmerzen von Heiserkeit begleitet, die im Rahmen einer Erkältung kein ungewöhnliches Phänomen ist. Bei Heiserkeit klingt die Stimme anders als gewöhnlich und die Lautstärke, in der gesprochen wird, ist deutlich reduziert. Einige Betroffene können nur noch flüstern, während es in seltenen Fällen sogar zur vollständigen Stimmlosigkeit kommen kann.

Doch wie genau kommt es dazu, dass die Stimme schwindet? Rein anatomisch betrachtet entsteht die Stimme im Kehlkopf. Dort verlaufen die Stimmbänder, die bei Lautäußerungen zusammentreten und die Stimmritze verengen. Töne können gebildet werden, indem ausgeatmete Luft durch diese Ritze strömt und dabei die Stimmbänder in Schwingung versetzt. Bei Heiserkeit ist dieser Vorgang beeinträchtigt, sodass die Stimmbänder nicht mehr frei schwingen können. Der Grund dafür ist für gewöhnlich eine Entzündung der Schleimhäute. Typische Erkrankungen, die zu Heiserkeit durch eine solche Entzündung führen, sind Grippe, Erkältungen, Bronchitis, Diphterie, Keuchhusten, Pseudokrupp und  Kehlkopfentzündungen.

In der Regel muss die Heiserkeit – ähnlich wie auch Halsschmerzen – nicht behandelt werden. Sie vergeht normalerweise nach wenigen Tagen von allein. In dieser Zeit sollten Stimme und Schleimhäute jedoch geschont werden. Leises Sprechen hat hierbei oberste Priorität. Auch Rauchen ist strengstens untersagt. Heilungsfördernd wirkt außerdem ausreichend Flüssigkeit, am besten in Form von warmem Tee oder Milch mit Honig. Auch Dampfbäder mit Kamillenextrakt kommen der Stimme zugute. Viele Patienten profitieren zudem von Luftbefeuchtung, beispielsweise in Form von feuchten Tüchern, die über die Heizung gehängt werden.

In seltenen Fällen kann Heiserkeit auch ein Hinweis auf gutartige Tumore wie Stimmbandknötchen oder Stimmbandpolypen sein. Eine eventuelle Krebserkrankung, zum Beispiel Kehlkopfkrebs oder ein Lippenbandkarzinom, sollte bei anhaltender Heiserkeit unbedingt vom Arzt abgeklärt werden.