Lutschtabletten und Sprays

Für die Selbstmedikation bei Halsschmerzen eignen sich Lutschtabletten und Sprays, die Sie in den Apotheken bzw. auch Drogerien erhalten, besonders gut. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Wirkstoffe in Präparaten aus der Drogerie zumeist weniger hoch dosiert sind und die Wirkung geringer ausfallen kann.

Lutschtabletten (Pastillen) enthalten meistens medizinische Wirkstoffe und werden oral eingenommen. Sie werden allerdings nicht geschluckt sondern man wartet, bis sie sich im Mund aufgelöst haben. Etwa alle 1-2 Stunden lässt man eine Tablette im Mund zergehen. Genauere Hinweise zur Einnahme finden Sie in der Packungsbeilage. Da eine überaus gute Durchblutung im Mund herrscht und so eine sehr hohe und bessere Aufnahme des Wirkstoffes in den Blutkreislauf gegeben ist, werden sie gerne angewendet. Außerdem sind die meisten Lutschtabletten mit einem Lokalanästhetikum, einem Entzündungshemmer oder antibiotischen Stoffen versehen, sodass sie wunderbar an der betroffenen Stelle im Hals bzw. Rachen die Schmerzen stillen können und die Bakterien abtöten. Dies geschieht beim Schluckvorgang, wenn sich die Wirkstoffe im Speichel verteilt haben. Allerdings muss man hierbei beachten, dass je nach Erkrankung nicht der ganze Wirkstoff zum betroffenen Ort gelangt. In jedem Fall schützen die Tabletten jedoch die Schleimhaut vor dem Austrocknen, da der Speichelfluss angeregt wird. Auch der Speichel enthält einige Stoffe, die gegen die Bakterien bzw. Viren wirken.

Auch Sprays sind zur Keimzahlverminderung im Mund- und Rachenraum vorgesehen. Ebenso wie Lutschtabletten (zB. Strepsils) wirken diese Sprays antiseptisch, entzündungshemmend und / oder schmerzlindernd. Einige Sprays sind außerdem mit einem Lokalantibiotikum versehen, das Bakterien wirkungsvoll bekämpft. In der Regel wendet man die Sprays drei Mal täglich an. Dabei sprüht man einen bis zwei Sprühstöße in den Hals bzw. Rachen. Aber Vorsicht: Da oft eine Verlängerung am Spray angebracht ist, bitte darauf achten, dass man diese nicht zu weit in den Mund bzw. Rachen führt – Verletzungsgefahr!

Welcher Wirkstoff sich in Ihrem Fall am besten eignet, dazu berät Ihr Apotheker Sie gerne!