Antibiotika-Therapie

Dank der Antibiotika-Therapie, die wirkungsvoll bakterielle Infektionen bekämpft, wurden schon unzählige Leben gerettet. Bei bakteriell bedingten Halsschmerzen wird Ihr Arzt höchst wahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben, wenn er der Meinung ist, dass Ihr Körper nicht ohne Unterstützung gegen die Infektion angehen kann. Eine zu häufige Einnahme von Antibiotika kann jedoch auch schaden, da auch nützliche Bakterien, wie etwa die Darmflora zerstört werden. Außerdem gibt es einige Patienten, die allergisch auf Antibiotika reagieren. Fast 5% aller Menschen dürfen daher grundsätzlich kein Antibiotikum einnehmen.

Da es viele verschiedene Antibiotika gibt, die gegen unterschiedliche Erreger agieren, wählt der Arzt das für Sie beste Mittel nach der klinisch diagnostizierten Krankheit und der eigenen Erfahrung aus. Es besteht zwar die Möglichkeit durch eine Resistenzbestimmung (Antibiogramm) „das Mittel der Wahl“ zu bestimmen, jedoch dauert dies einige Tage und wird daher nur in besonders problematischen Fällen vom Arzt durchgeführt.
Antibiotika in Tablettenform sind zum Schlucken gedacht und wirken im ganzen Organismus über die Blutbahn (systemische Wirkung). Es gibt allerdings auch freiverkäufliche Antibiotika, z.B. in Form einer Salbe, die sofort an der betroffenen Stelle wirken (lokale Wirkung). Bei starkem bakteriellen Befall sind diese Mittel jedoch nicht ausreichend wirksam. Möchten Sie freiverkäufliche Medikamente in Kombination mit den Antibiotika nehmen, die Ihnen der Arzt verordnet hat, sprechen Sie vorher unbedingt mit ihm darüber.

Haben Sie begonnen, Antibiotika einzunehmen, ist es unerlässlich, dass Sie die Behandlung bis zum Ende durchführen. Das heißt, Sie nehmen die Tabletten auf jeden Fall, auch wenn ihre Symptome bereits früher nachgelassen haben oder sogar ganz verschwunden sind, bis die Packung aufgebraucht ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass einige Bakterien nicht abgetötet werden, sie sich erneut vermehren und die Erkrankung zurückkehrt. Genaueres erklärt Ihnen gerne Ihr Arzt.