ID #1050
Lutschtabletten und Sprays
Lutschtabletten enthalten meistens medizinische Wirkstoffe und werden oral eingenommen. Sie werden allerdings nicht geschluckt, sondern man wartet, bis sie sich im Mund aufgelöst haben. Da eine überaus gute Durchblutung im Mund herrscht und so eine sehr hohe und bessere Aufnahme des Wirkstoffes in den Blutkreislauf gegeben ist, werden sie gerne angewendet. Außerdem sind die meisten Lutschtabletten mit einem Lokalanästhetikum, einem Entzündungshemmer oder antibiotische Stoffe versehen, sodass sie wunderbar an der betroffenen Stelle im Hals bzw. Rachen die Schmerzen stillen können und die Bakterien abtöten – dies geschieht beim Schluckvorgang. Allerdings muss man hierbei beachten, dass je nach Erkrankung nicht der ganze Wirkstoff zum betroffenen Ort gelangt. Aber immerhin schützen die Tabletten Ihre Schleimhaut vor dem Austrocknen, da Ihr Speichelfluss angeregt wird – und auch Ihr Speichel enthält einige Stoffe, die gegen die Bakterien bzw. Viren wirken. Größtenteils lässt man alle 1 – 2 Stunden eine Tablette im Mund zergehen.
Auch die Sprays sind zur Keimzahlverminderung im Mund- und Rachenraum vorgesehen.
Ebenso wie die Lutschtabletten wirken diese antiseptisch, entzündungshemmend und / oder schmerzlindernd. Auch gibt es Sprays, die mit einem Lokalantibiotikum versehen sind.
In der Regel wendet man die Sprays 3 Mal täglich an. Dabei sprüht man 1-2 Sprühstöße in den Hals bzw. Rachen. Aber Vorsicht: Da oft eine Verlängerung an dem Spray angebracht ist, bitte darauf achten, dass man diesen nicht zu weit in den Mund bzw. Rachen führt – Verletzungsgefahr!
Welcher Wirkstoff sich in Ihrem Fall am besten eignet, dazu berät Ihr Apotheker Sie gerne!
Halsschmerzen Tags: Therapie
Verwandte Artikel:
- Durch welche Erreger werden Halsschmerzen hervorgerufen?
- Was sind die typischen Beschwerden und Symptome?
- Was ist eine Anamnese?
- Wann müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden?
- Wie lange dauert es, bis Halsschmerzen wieder von alleine verschwinden?
Kommentieren nicht möglich