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Warum geben Ärzte bei viral bedingten Halsschmerzen ein Antibiotikum?
In den meisten Fällen geht eine viral bedingte Infektion in Kombination mit einer bakteriellen Infektion einher. Unser Körper und vor allem das Immunsystem sind bereits durch die Viren geschwächt, was einige Bakterien schamlos ausnutzen, indem sie das betroffene Gewebe ebenso infizieren.
Haben Sie bereits einen geröteten, geschwollenen und vielleicht mit „Eiterstippchen“ befallene Gaumenmandeln leiden sie bereits an einer bakteriellen Infektion. Leiden sie zudem auch an Schnupfen o.a. sind auch Ihre Atemwege mit Viren befallen.
Mediziner nennen eine solche doppelte Infektion „Superinfektion“.
Erkältungen sind meistens viral bedingt und können als folgende Superinfektionen einhergehen:
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Mandelentzündung
- Rachenentzündung
- Kehlkopfentzündung
- Lungenentzündung
- Entzündung der Bronchien ( Bronchitis )
Aufgrund dessen ist es gerechtfertigt, wenn Ihr Arzt Ihnen Antibiotika verschreibt, falls er den Verdacht schöpft, dass Sie an einer Superinfektion erkrankt sind oder diese sich entwickeln könnte. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass der Arzt so handelt, da eine verschleppte Erkältung, zum Beispiel in Form einer Lungenentzündung, ausgeschlossen werden soll. Dies ist zwar selten der Fall, aber dennoch sehr gefährlich.
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Letzte Änderung der FAQ: 2009-02-04 19:08
Verfasser: admin
Revision: 1.5
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